Bis zu 9 Teilnehmer nahmen zeitweilig an der NABU Führung in die Streuobstwiesen, Wald & Feldflur zwischen Hochdorf, Bittenfeld & Siegelhausen teil.
Neben insgesamt 37 Vogelarten entdeckten wir viele Pflanzen und sogar Speisemorcheln ( essbare Pilze ).
 
 
Den seltenen Halsbandfliegenschnäpper kurz Habaschnäpp konnten wir leider nicht finden.
Es scheint als ob er - vielleicht aufgrund des kühlen Wetters- noch gar nicht aus Afrika zurück gekommen ist. Vielleicht war ihm auch einfach zu kalt zum Singen.
Für gewöhnlich kommt er in unserer Region Mitte bis Ende April an.
 
 
Auch die Gartenrotschwänze ließen uns warten, bis sich die Sonne zeigte. Dann war am Gesang zu hören, dass alle Reviere bereits besetzt sind.
Neben einer Gartengrasmücke, zeigte sich mit dem Mauersegler ein weiterer Rückkehrer aus Afrika.
Feldsperlinge & Meisen waren hingegen schon mit der ersten Brut beschäftigt.
Stareneltern flogen in einem fort mit Schnäbeln voller Würmer über uns hinweg. Die hungrig schreienden Jungen in ihren Baumhöhlen waren bereits von weitem zu hören.
 
Einige der Führungsteilnehmer erzählten seit Kurzem Neubesitzer eines Streuobstwiesenstückles bei Bittenfeld zu sein. Spontan änderten wir die Wegstrecke und schauten uns das Stückle gleich einmal an.
Der schöne alte Baumbestand und vielfältige Strukturen ließ reiche Artenvielfalt erhoffen.
Zur weiteren Optimierung empfahlen wir mit anfallendem Totholz & herumliegenden Steinen Haufen für Eidechsen, Blindschleichen & Insekten anzulegen und gaben Tipps für den Kauf von Nisthilfen.
Dankbar aufgenommen wurde auch unser Hinweis Reisighaufen nicht einfach zu verbrennen. Vor allem nicht wenn sie bereits länger lagern. Meist dienen sie Kleintieren als Unterschlupf, welche dann qualvoll im Feuer verenden, sofern sie nicht rasch flüchten können.
Unsere Vorfahren dachten deshalb z.B. Feuersalamander könnten durch Feuer gehen. Man hatte ja beobachtet dass sie aus brennenden Holzhaufen krochen !
 
Nach diesem lohnenden Umweg  kehrten wir auf die Nebenstraße gen Siegelhausen zurück und sahen uns die Vogelwelt des Weilers an.
Wo es noch Viehhaltung gibt, finden sich Rauchschwalben, ganze Scharen von Spatzen und Bachstelzen.
Während wir uns über glückliche Hühner freuten wurden wir von einem Jungen aus dem Ort angesprochen. Gemeinsam mit seinem Kater begleitete er uns ein Stück auf dem Weg , erzählte uns von den freilaufenden Kühen und durfte im Fernglas den Rotmilan beobachten. So kriegten wir noch eine 1A Insiderführung für Siegelhausen dazu.
 
Zurück kehrten wir über den Strombach und durch den Wald.
Der Waldkauz in seinem hohlen Baum am Waldrand hatte heute wenig Lust auf Zuschauer und verdrückte sich lieber.
Zum Glück hatte ich ihn schon am Vortag beim Sonnenbaden fotografieren können. Von wegen " Eulen scheuen das Sonnenlicht ".  Alles nur Gerüchte !
 
Zum Abschluß gab es noch einen riesigen Tauwurm - fast so groß wie eine Blindschleiche- zu bestaunen ehe wir auseinandergingen.
 
Danke für Euer Interesse, rege Teilnahme und die großzügigen Spenden !
Ein schöner Vormittag. Auch ohne den Habaschnäpp.
 

Carolin Zimmerman

Fast vergessene baumarten rund um den Lemberg

Führung

Sonntag, 30. September 2018

13.30h bis 15.00h

Treffpunkt: P Jägerhäusle, ehemalige Lembergdeponie

Anmeldung erbeten

Trockenrasenpflege am Rossberg

Biotoppflege, Helfer*innen groß und klein willkommen!

ab 12.30h Treffpunkt Zipfelbachbrücke am Rossberg, Poppenweiler

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Die Natur ruft - wir sind die Antwort!

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